An der Front ertrunken: Johann Grunser

Geschichten

Tausende Südtiroler zogen im guten Glauben, für ihre Heimat zu kämpfen, in den Krieg. 8025 von ihnen sahen ihre Heimat nicht wieder. Sie starben an fast allen Fronten des Krieges. Doch nicht alle fielen im Kampf.
Johann Grunser (*15.12.1919) aus Terenten war Mitglied der Waffen-SS und bei Minsk in Weißrussland an der Ostfront stationiert. Der Halleggersohn starb am 11. Juli 1941 in Talson bei einem Badeunfall.

Die Familie Grunser wurde über die Feldpost durch einen Brief von SS-Obersturmführer Hermann Lorenscheit über den Tod des Sohnes informiert. Johannes Grunser ist demnach beim Baden in einem Fluss ertrunken. Rund 30 Schwimmer der SS hätten sich an der Suche nach dem Verschwundenen beteiligt – erfolglos. Am 13. Juli wurde die Grunsers Leiche gefunden und neben gefallenen Kameraden bestattet. Der SS-Obersturmfüherer versichert der Familie, dass deren Sohn „obwohl er durch ein schicksalhaftes Unglück von uns schied, sein Bestes, das ist sein leben, für die Freiheit Großdeutschlands und die Zukunft des deutschen Volkes gegeben“ hat.

Fotoquelle: „…ich mach halt’ immer einen guten Gedanken“ von Günther Obwegs.

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